Die Machtübernahme des jungen Kim Jong-Un vor zwei Jahren habe «Hoffnungen geweckt, dass sich die Situation in Nordkorea ändern könnte», schreibt die christstliche Nichtregierungsorganisation am Dienstag 7. Januar in einer Medienmitteilung. Diese Hoffnungen seien 2013 aber enttäuscht worden. Wegen verstärkten Kontrollen an den Grenzen und Hausdurchsuchungen sei es sehr schwierig, den christlichen Glauben zu praktizieren.
Auf dem zweiten Rang des Weltverfolgungsindexes figuriert Somalia. Somalia ist der erste afrikanische Staat, welcher so weit oben auf der Liste steht. Obwohl zurzeit moderate Muslime in der Hauptstadt Mogadischu regierten, sei «Christ zu sein in diesem Land eine Frage von Leben und Tod». Wird ein Bürger beschuldigt, ein Konvertit zu sein, werde er von der Bevölkerung gelyncht.
Syrien lag im letztjährigen Index noch auf Platz elf, jetzt ist es auf Platz drei vorgerückt. Die Hauptbedrohung in Syrien habe sich geändert, schreibt die Organisation. Früher hätten die Christen vor allem die Repressionen des Vorkriegs-Regimes fürchten müssen. Jetzt erlebten sie Gewalt von lokalen und internationalen dschihadistischen Milizen.