Vatikan dementiert Papsttelefonat mit Homosexuellem

Der Vatikan ist einem Pressebericht entgegengetreten, nach dem Papst Franziskus mit einem jungen Homosexuellen aus Frankreich telefoniert haben soll.


«Deine Homosexualität ist nicht schlimm. Du musst mutig bleiben, weiter glauben, beten und gut sein», zitiert die Tageszeitung «Depeche du Midi» aus dem Bericht des 25-jährigen Christopher Trutino aus Toulouse. Der stellvertretende Vatikansprecher Ciro Benedettini dementierte dagegen, dass ein solches Gespräch stattgefunden habe.

Zuletzt waren mehrfach Inhalte privater Telefongespräche des Papstes an die Öffentlichkeit gelangt, etwa mit einem argentinischen Vergewaltigungsopfer. Am Donnerstag wies der Vatikan Gerüchte zurück, Franziskus habe mit Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad telefoniert.

Der Vertriebsassistent Trutino berichtete der Zeitung, der Papst habe ihn Ende August angerufen. Franziskus habe sich berührt gezeigt von einem Brief, den Trutino ihm in seiner Verzweiflung geschrieben habe. Darin habe der praktizierende Katholik dem Papst geschildert, wie er seit seiner Jugend wegen seiner Homosexualität gehänselt und benachteiligt worden sei, und ihn um Rat gefragt.

Der Franzose mit spanischen Wurzeln berichtete weiter, Franziskus habe das Gespräch mit den Worten begonnen «Hallo, Christopher? Hier spricht Papst Franziskus.» Nach einigen eröffnenden Sätzen sei man ins Spanische gewechselt. Der Papst habe ihm das Du angeboten und ihn ermuntert, mit seinem ehrenamtlichen Engagement fortzufahren, von dem er ihm berichtet habe.