USA verurteilen Ermordung äthiopischer Christen

Die US-Regierung hat die mutmassliche Ermordung von äthiopischen Christen durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Libyen als «brutalen Massenmord» verurteilt. Zuvor hatten die Terroristen das Video einer Massentötung veröffentlicht.

Bernadette Meehan, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats: «Massenmord stellt die sinnlose Brutalität der Terroristen bloss.» (Bild: Bugan/Flickr)

Die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan, erklärte am Sonntag (Ortszeit) in Washington: «Die USA verurteilen diesen brutalen Massenmord (…) auf das Schärfste», der offenbar von «Terroristen» mit Verbindungen zum IS begangen worden sei. Dass die Äthiopier offenbar nur wegen ihres Glaubens getötet worden seien, «stellt die bösartige sinnlose Brutalität der Terroristen bloss». Überall in der Welt stimmten Menschen aller Glaubensrichtungen in ihrer Ablehnung solcher «Barbarei» überein, schrieb Meehan. «Die USA stehen an ihrer Seite.» Meehan betonte, die Tat unterstreiche «die Dringlichkeit einer politischen Lösung für den Konflikt in Libyen», damit terroristische Gruppierungen in dem nordafrikanischen Land entschieden bekämpft werden könnten.

Die IS-Miliz hatte zuvor ein Internetvideo veröffentlicht, das zeigt, wie Männer am Strand und in einer wüstenartigen Gegend ermordet werden. Die Getöteten werden in dem Video als «Anhänger des Kreuzes der feindlichen äthiopischen Kirche» präsentiert. In Libyen herrschen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al- Gaddafi im Jahr 2011 Chaos und Gewalt. Im vergangenen Sommer eroberten islamistische Milizen die Hauptstadt Tripolis und bildeten dort eine eigene Regierung. Die international anerkannte Regierung und das Parlament flohen nach Tobruk im Osten des Landes. Überdies nutzte der IS das Machtvakuum, um sich in Libyen auszubreiten und Anschläge zu verüben. Derzeit verhandeln libysche Konfliktparteien unter UNO-Vermittlung über die Bildung einer Einheitsregierung. (sda)