Wie die Neue Luzerner Zeitung am 29. April schreibt, beendet der reformierte Pfarrer Ulrich Schmaltz sein bisheriges Arbeitsverhältnis als Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Erstfeld und Urner Oberland. Schmaltz konvertiere zur katholischen Glaubenslehre, um eine neue Stelle als pfarreiverantwortlicher Seelsorger der Gemeinde Giswil in Obwalden anzutreten. Wie die Zeitung schreibt, werde er seine neue Arbeit am 1. August aufnehmen.
Geprüft wurden die Beweggründe für den Glaubenswechsel und die theologischen Voraussetzungen von Schmaltz, erklärte der Urschweizer Generalvikar Martin Kopp gegenüber der Neuen Luzerner Zeitung. Denn obwohl beide Lehren christlich seien, gäbe es Unterschiede. «Glücklicherweise hat Ulrich Schmaltz ein sehr breites theologisches Wissen», so Kopp, darum sei ein Stellenantritt als katholischer Seelsorger bereits im August möglich.
Bischof Huonder spendet höchstpersönlich das Sakrament
Zurzeit wird Schmaltz vom Churer Bistum geistlich begleitet. Bevor er jedoch seine neue Stelle antritt, muss der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder das Sakrament der Firmung empfangen. Diese Feier wird Bischof Huonder persönlich leiten, schreibt die Zeitung.
Dass der reformierte Pfarrer die Konversion gerade zum jetzigen Zeitpunkt vollziehen will, habe «auch, aber nur bedingt mit der Umstrukturierung der Evangelisch-reformierten Landeskirche Uri zu tun», sagte eine Person aus dem privaten Umfeld. Der Gedanke an eine Konversion sei bei Ulrich Schmaltz «schon seit längerer Zeit latent gewesen» und die Kontaktaufnahme mit dem Bistum Chur bereits erfolgt, bevor die Arbeitsgruppe zur Umstrukturierung der Landeskirche Uri ihre Arbeit aufgenommen habe.