Auf die Liste des Immateriellen Kulturerbes schaffen es nur Traditionen, die «eine nachweisbare Lebendigkeit» und eine «identitätsstiftende Komponente» für eine Gemeinschaft haben. Auf dieser UNESCO-Liste stehen nun der Orgelbau und die Orgelmusik in Deutschland, wie die UNESCO am 7. Dezember mitteilte.
Über 50‘000 Orgeln seien in Deutschland im Einsatz. Laut UNESCO prägen dort tausende Menschen Orgelhandwerk und -kunst: Es gebe 400 handwerkliche Betriebe mit rund 2‘800 Mitarbeitern sowie 3‘500 hauptamtliche und zehntausende ehrenamtliche Organistinnen und Organisten.
Ein Instrument, das mit der Zeit geht
«Jede Orgel ist einzigartig, denn sie wird eigens für den Raum entwickelt, in dem sie später erklingt. Auch das jeweilige kulturelle und gesellschaftliche Umfeld spiegelt sich in ihrem Aussehen und ihrem Klang wieder», zitiert die Organisation Christoph Wulf, den Vizepräsidenten der Deutschen UNESCO-Kommission. Nicht zuletzt sei eine Orgel immer ein Produkt ihrer Zeit.

Orgel im oberbayerischen Wallfahrtsort Altötting. (Bild: Pixabay/Monikawl999)