In diesem Jahr hätten die Behörden der Islamischen Republik mindestens 250 Menschen exekutiert, erklärte Pillay am Donnerstag in Genf. Unter den Hingerichteten seien auch Verurteilte, die zum Zeitpunkt der Tat noch Jugendliche waren. Im vergangenen Jahr seien mindestens 500 Todesstrafen im Iran vollstreckt worden, erklärte die UN-Hochkommissarin. Derzeit warteten allein 160 Menschen auf die Hinrichtung, die zur Tatzeit unter 18 Jahre alt waren, führte Pillay aus. Unabhängig von der Schwere des Verbrechens verbiete das Völkerrecht die Hinrichtung von Menschen, die zur Tatzeit nicht volljährig waren.
Iran gehört laut Amnesty International zu den Ländern, in denen die meisten Männer und Frauen exekutiert werden. China führe diese Liste an. Die Menschenrechtsorganisation geht von jährlich Tausenden hingerichteten Menschen in China aus – und somit mehr als im Rest der Welt zusammen. Genaue Zahlen könnten nicht mehr veröffentlicht werden, da China Angaben zur Todesstrafe als Staatsgeheimnis behandle.