Umfrage zeigt: In der Schweiz wird wenig gebetet

Beten ist nicht mehr selbstverständlich. Laut einer Umfrage beten 57 Prozent der Schweizer Bevölkerung gar nie. Ähnlich sieht es aus mit dem Besuch von Kirchen und anderen Glaubensstätten.


Das Medienhaus Tamedia hat 17‘000 Personen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen befragt. 57 Prozent der Befragten hätten angegeben, dass sie nie beten, heisst es in der Medienmitteilung vom 20. Dezember. Bei den unter 34-Jährigen waren es 65 Prozent.

Gemäss Umfrage haben nur wenige aus religiösen Gründen  im vergangenen Jahre eine Kirche, einen Tempel oder eine Moschee besucht. 52 Prozent haben 2017 gar keine Glaubensstätte besucht.

Ehe für alle und Klimasorgen

Die Skepsis gegenüber dem Islam sei weit verbreitet, schreibt Tamedia weiter. 70 Prozent würde es «eher stören» oder stören, wenn der Anteil der Muslime in der Bevölkerung zunehmen würde.

Gespalten seien die Meinungen besonders beim Thema Migration und Integration. Weniger Skepsis gab es für die Ehe für alle: 72 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger würden sie befürworten. Den Klimawandel sehe ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung als Problem. (pd)

Artikel zur Umfrage auf 20minuten.ch.