Über 1000 alte Kirchenbücher aus St. Gallen online

Das St. Galler Staatsarchiv stellt Kirchenbücher online zur Verfügung. Wer sich für seine Vorfahren interessiert, kann sich so über Taufen, Ehen und Todesfällen seit dem 16. Jahrhundert informieren.


Die Inhalte von 1146 reformierten und katholischen Kirchenbüchern sind neu via Internet zugänglich, wie die St. Galler Staatskanzlei am 15. Juni mitteilt. Historische Kirchenbücher seien als eine Art Vorläufer der heutigen Zivilstandsregister unverzichtbare Geschichtsquellen – besonders für die Genealogie (Familienforschung).

Bisher konnten die Kirchenbücher lediglich auf Mikrofilm im Lesesaal des Staatsarchivs eingesehen werden. In aufwendiger Arbeit habe das Staatsarchiv in Absprache mit den Kirchen und in Zusammenarbeit mit der Organisation «FamilySearch» die digitalisierten Mikrofilme aufbereitet, schreibt die Staatskanzlei. Zugang erhält man unter staatsarchiv.sg.ch.

Bücher aus dem 16. Jahrhundert

Die Kirchen- und Pfarrbücher wurden von den lokalen Geistlichen geführt und gehen zum Teil bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zurück. Wer sich in die Listen mit Taufen, Eheschliessungen und Todesfällen vertiefen will, muss sich allerdings mit der alten Kurrentschrift oder «deutschen Schrift» vertraut machen. Mit etwas Übung sei diese Hürde aber schnell überwunden, heisst es.

Die Digitalisierung der Kirchenbücher entspricht der Strategie des Staatsarchivs, bedeutende und häufig nachgefragte Bestände über das Internet zugänglich zu machen. Die Familienforschung sei vor allem bei historisch interessierten Personen nach wie vor sehr beliebt, schreibt der Kanton. (sda)