Der Tod wird teurer: Zürcher Gebühren für Grabpflege steigen

Die Pflege von Gräbern auf Zürcher Friedhöfen wird in den kommenden Jahren deutlich teurer: Bis im Jahr 2017 werden die Gebühren um 30 Prozent steigen. Weil eine solche Gebührenerhöhung auf einen Schlag nicht zumutbar ist, erfolgt sie in zwei Schritten, wie der Stadtrat am Mittwoch mitteilte.

Eingeebnetes Grabfeld: Nach der gesetzlichen Ruhefrist von 20 Jahren werden die Grabmale und Pflanzen entfernt. (Bild: Ikar.us/Wikimedia)

Die erste Gebührenerhöhung ist für den 1. Januar 2015 vorgesehen. Um 10 Prozent werden auf dieses Datum die Kosten angehoben. Die Grundpflege für ein Grab mit einer Fläche von 1,8 auf 0,9 Meter kostet dann 83 Franken im Jahr. Bisher waren es 75 Franken.

Bisher nicht kostendeckende Gebühren

Mit dieser ersten Erhöhung wird Grün Stadt Zürich rund 800’000 Franken zusätzlich einnehmen. Im Jahr 2017 sollen die Gebühren die tatsächlichen Kosten dann vollständig decken, was eine weitere Erhöhung von 20 Prozent nötig macht. Die Stadt prüft zurzeit Effizienzsteigerungen, um diese möglichst gering zu halten.

Die Stadt begründet den Preisaufschlag damit, dass die Dienstleistungen bis jetzt nicht kostendeckend gewesen seien. Die heutigen Gebühren seien im Jahr 1995 festgelegt worden. Seither sei zwar der Aufwand für die Grabpflege gestiegen, doch bei den Gebühren habe man nur die Teuerung ausgeglichen.

Keine Leistungen mehr für Privatfriedhöfe

Der Stadtrat beschloss zudem, dass für Privatfriedhöfe keine städtischen Leistungen mehr erbracht werden sollen. Bestattungen müssen dort künftig auf eigene Kosten und mit eigenem Personal durchgeführt werden. Als Privatfriedhöfe gelten der Friedhof Hohe Promenade, der von einem Verein geführt wird und auf dem Grabplätze verkauft werden, sowie die israelitischen Friedhöfe. (sda)