Tiefgreifender Umbau bei Zeitschrift «ferment»

Das 57-jährige Magazin «ferment» baut im Print ab und setzt auf neue Medien. Damit reagiert man auf den Aborückgang und will ein kirchenfernes Publikum erreichen.

Die Redaktion präsentiert das neue, im Frühling 2017 erscheinende «ferment mitten drin»: Pater Adrian Willi, Leiter der katholischen Priester- und Brüdergemeinschaft Pallottiner (l.) und der neue ferment-Redaktor Christoph Klein. (Bild: zVg)

Der Umbau kündigt sich in der aktuellen Ausgabe an: «ferment» als Abozeitschrift werde aufgegeben, heisst es darin. «Wir suchen nach einem Mix aus Print- und Onlinemedium», sagt Pater Adrian Willi, Herausgeber und Autor, im Interview.

«Hauptauslöser sind die rückläufigen Abonnentenzahlen», erklärt der neue Redaktionsleiter, Christoph Klein, auf Anfrage. Am 23. September präsentiere man deshalb den bisher grössten Umbau in der langen Geschichte von «ferment».

Mit einem Videokanal und einem zweimal wöchentlich erscheinenden Blog, aber auch mit Facebook und WhatsApp will man Menschen «weit ausserhalb der gewohnten kirchlichen Kreise erreichen».

Aufgabe des Abogeschäfts

Das bisher sechs Mal jährlich erscheinende Magazin wird ab Februar 2017 nicht mehr produziert. Die neue Publikation heisst «ferment mitten drin» und soll zweimal jährlich «in schlanker Form und hoher Auflage» erscheinen.

Die bisherigen Abonnenten werden das neue Heft kostenlos erhalten. Von ihnen erhofft man sich Spenden. «Zuschicken werden wir es aber auch anderen, beispielsweise Pfarrern, die 50 Stück in ihrer Kirche auflegen wollen», so Klein.

Seit 1958 gibt die katholische Priester- und Brüdergemeinschaft Pallottiner mit Sitz in Gossau SG das Magazin «ferment» heraus.