Sylvia Michel-Preis ehrt zwei Pfarrerinnen auf Madagaskar

Der internationale Sylvia Michel-Preis 2015 wird den beiden Theologinnen und Pfarrerinnen Yvette Rabemila und Brigitte Rabarijaona aus Madagaskar verliehen. Seinen Ursprung hat der Preis im Kanton Aargau.

Zwei Pfarrerinnen aus Madagaskar erhalten den internationalen Sylvia Michel-Preis 2015. Der Inselstaat mit rund 22 Millionen Einwohnern liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean.

Yvette Rabemila wird mit diesem Preis für ihr jahrzehntelanges Wirken für die Gleichstellung von Frau und Mann in der protestantischen Kirche Madagaskars gewürdigt. Die junge Theologin Brigitte Rabarijaona wird in ihrem Engagement für Frauen in Führungspositionen ihrer Kirche weiter ermutigt. Die beiden Preisträgerinnen werden mit dem Preisgeld das Projekt «Empowering Women Ministers» umsetzen, das jungen Theologinnen das Know-how für ein kirchliches Leitungsamt vermittelt.

Preis hat Ursprung im Aargau

Der internationale Sylvia Michel-Preis ehrt Personen und Projekte, die sich für die Förderung der Leitungsfunktionen von Frauen in der Kirche einsetzen. Der Preis wird von den Präsidentinnen der Reformierten Landeskirchen der Schweiz (PanKS) zusammen mit der Weltgemeinschaft Reformierter Kirche vergeben. Das Preisgeld von US-Dollar 5000 wird von der Reformierten Landeskirche Aargau gestiftet. Der Name des Sylvia Michel-Preises erinnert an die Aargauer Pfarrerin Sylvia Michel, die 1980 zur Präsidentin der Reformierten Landeskirche Aargau gewählt wurde. Sie war die erste Frau in Europa, welche das Präsidium einer kirchlichen Exekutive übernahm.

 

Die Preisverleihung findet am 8. März 2015 um 15 Uhr in der evangelisch-reformierten Kirche in Heiden statt.