SVP-Nationalrätin Martullo-Blocher aus der reformierten Kirche ausgetreten

Magdalena Martullo-Blocher gehört nicht mehr zu den Steuerzahlerinnen der reformierten Kirche. Das gab die SVP-Nationalrätin und Chefin der Ems-Chemie in einem Interview bekannt.


Nachdem im vergangenen Jahr bereits ihr Mann, Roberto Martullo, aus der katholischen Kirchgemeinde Meilen austrat, kehrt nun auch Magdalena Martullo-Blocher der Kirche den Rücken. Dies sagte die SVP-Nationalrätin und Chefin der Ems-Chemie am 22. September im Gespräch mit dem Sonntagsblick.

Zu den Gründen sagte Martullo-Blocher: «Wegen der Kirchgemeinde, wegen der Steuern. Ich zahlte immer mehr und die Kirchgemeinde sagte immer, sie hätten das sowieso bereits ausgegeben.» Ausserdem sei sie mit der Führung der Kirchgemeinde nicht zufrieden gewesen. Das Ehepaar bleibe aber trotzdem religiös, wird Martullo-Blocher in der Zeitung zitiert.

Höhe des Steuerausfalls unklar

Zum finanziellen Verlust, der durch den Austritt entsteht, konnte die reformierte Kirchgemeinde Meilen gegenüber der Zürichsee-Zeitung keine Auskunft geben. Da die Gemeinde der Kirchgemeinde jeweils den gesamten Steuerbetrag überweise, könne man nicht sagen, wie hoch der Anteil der Nationalrätin sei.

Magdalena Martullo-Blocher entstammt einer Familie mit einer langen Pfarrertradition. Ihr Vater und alt Bundesrat Christoph Blocher wuchs in einer Pfarrfamilie auf. Reformierter Pfarrer war auch ihr Onkel, der vor drei Jahren verstorbene Gerhard Blocher. (no)