Der Einzug der Paulus-Akademie in den Kulturpark an der Pfingstweidstrasse in Zürich verzögert sich weiter. Der Synodalrat der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich hat entschieden, die Sistierung des Prozesses beim Zürcher Handelsgericht nicht weiter zu verlängern.
Wie die Körperschaft in einer am Donnerstag verschickten Medienmitteilung schreibt, sei nach der Unterzeichnung der Mediations-Vereinbarung die Körperschaft mit neuen, zusätzlichen Forderungen der W. Schmid & Co AG konfrontiert worden, was aus Sicht der Körperschaft einen eklatanten Wortbruch darstelle.
Uneinigkeit bei Gestaltung des Foyers
«Namentlich wird neu die Mitbestimmung der W. Schmid & Co AG bei der Nutzung und Gestaltung unseres Foyers verlangt, also des Eingangsbereichs der Paulus Akademie. Diese Mitbestimmung soll nach dem Willen der W. Schmid & Co AG ebenfalls in die Dienstbarkeiten im Grundbuch eingetragen werden», heisst es in der Mitteilung. Für die Körperschaft sei es nicht akzeptabel, dass nach Unterzeichnung der Mediations-Vereinbarung neue Forderungen als Bedingung für die Eigentumsübertragung gestellt werde
Die Initiantin des Kulturparks, die Hamasil Stiftung, die in Kooperation mit der W. Schmid + Co AG das Konzept Kulturpark entwickelt, die Umsetzung geplant und auch realisiert hat, bestreitet die Anschuldigungen. Thomas Seiz von der Hamasil Stiftung schreibt in einer Stellungnahme gegenüber ref.ch: «Die Foyers sind bereits 2011 explizit aufgeführt. Die Argumentation der Kirche greift hier nicht. Es gibt nicht ‚unser Foyer‘, sondern ein Foyer des Saales.»