Katholiken und Reformierte in St. Galler Kirchgemeinde nutzen Kirchen gemeinsam

Die katholische Pfarrei und die reformierte Kirchgemeinde Riethüsli in St. Gallen nutzen künftig ihre Kirchen und weitere Räume gemeinsam. Der per 1. Juli gültige Vertrag wurde am 19. April unterzeichnet, berichtete das «St. Galler Tagblatt» am 22. April.


«Wir wollen auf zwei verschiedenen Standbeinen einen gemeinsamen Körper bauen», sagte Hanspeter Wagner, Pfarreileiter der katholischen Kirchgemeinde, am 22. April der Presseagentur Kipa. Der Beschluss der beiden Kirchgemeinden sieht vor, dass die reformierte Kirche und weitere Räume sowie der katholische Pavillon und die katholische Kirche gemeinsam genutzt werden. Die Büros der katholischen Pfarrei werden ins reformierte Pfarrhaus verlegt und die katholische Kirche kann künftig bei Bedarf von der reformierten Gemeinde gemietet werden.

In vier Jahren werde evaluiert, ob es einen gemeinsamen Besitz geben soll, sagt Wagner. Bereits jetzt werden gemeinsam Veranstaltungen angeboten, und die ökumenischen Anlässe würden sicherlich zahlreicher. Schon im Herbst 2009 hatte die reformierte Kirchgemeinde konkrete Schritte in Richtung einer gemeinsamen Kirchennutzung beschlossen und den Vorschlag der katholischen Kirchgemeinde unterbreitet. (kipa)