Saudi-Arabien erlaubt wieder kleine Wallfahrt

Saudi-Arabien will die muslimische Wallfahrt Umrah nach sieben Monaten Corona-Auszeit schrittweise und unter strengen Auflagen wieder erlauben. Die zweitgrösste Wallfahrt nach dem sogenannten Hadsch war Ende Februar aus Sorge vor einer Ausbreitung des Coronavirus verboten worden.


Zunächst sollen nur 6000 Pilger pro Tag zur Umrah in der Grossen Moschee in Mekka zugelassen werden. Dort werde für genügend Abstand zwischen den Gläubigen gesorgt. Ab dem 18. Oktober werde das Königreich 15’000 Pilger zulassen, teilte die Behörde mit. Dann sollen auch die Gebete in der Moschee mit dem Grab des Propheten Mohammed in der Stadt Medina wieder aufgenommen werden.

Muslime im Ausland dürften ab dem 1. November wieder die Wallfahrt ins Königreich aufnehmen. Dann sollen insgesamt 20’000 Pilger pro Tag zugelassen werden. Damit bleibe man weiterhin unter der üblichen Kapazität der Moscheen. Die reduzierten Kapazitäten blieben bestehen, bis die betroffenen Behörden entscheiden, dass die Gefahren der Pandemie vorüber seien, hiess es in der Erklärung.

Saudi-Arabien stoppte die Umrah Ende Februar als Teil der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. In den vergangenen Wochen hat Saudi-Arabien einen deutlichen Rückgang der Infektionen registriert. Das Land hat bisher über 330’000 Fälle und 4542 Tote in Verbindung mit Covid-19 gemeldet. (sda/bat)