Romandie: Kirchen und RTS regeln Zusammenarbeit neu

Das Westschweizer Radio und Fernsehen (RTS) und die Kirchen regeln ihre Zusammenarbeit neu. Das RTS, das Centre Catholique de Radio et de Télévision (CCRT) sowie die reformierte Organisation Média-pro haben am 18. Juni einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet.


Darin werden die Bedingungen der Zusammenarbeit bei der Produktion religiöser Sendungen auf RTS neu definiert und die Leistungen unter den Partnern klarer aufgeteilt, teilte das CCRT am 19. Juni mit. Die CCRT ist zusammen mit Média-pro in ökumenischer Zusammenarbeit verantwortlich für den Inhalt verschiedener Sendungen im öffentlichrechtlichen Westschweizer Radio und Fernsehen.

Weil die früheren Verträge, die die Zusammenarbeit regelten, sich auf jeweils ein einziges Medium bezogen und nicht immer ökumenisch ausgerichtet waren, sei eine Anpassung nötig geworden, heisst es in der Mitteilung weiter. Der neue Vertrag gehe einher mit dem von der RTS initiierten medialen Konvergenzprozess (Radio, Fernsehen, Multimedia).

Neu werden die Leistungen der Partner klarer aufgeteilt: Das CCRT und Média-pro sollen die Herstellungskosten für die Gottesdienstübertragungen übernehmen; die beiden Institutionen werden auch zum Arbeitgeber der Produzenten und Journalisten. Das RTS übernimmt im Gegenzug die Kosten für die Technik (Personal und Sachaufwand) und beteiligt sich zusätzlich an den Kosten für die Herstellung journalistischer Sendungen zum Thema Religion.

Der Vertrag tritt am 1. Juli für die Dauer von drei Jahren in Kraft. In der Westschweiz arbeiten die Kirchen seit Jahrzehnten mit den Medien zusammen. Vor 90 Jahren übertrug Radio-Genève erstmals einen Gottesdienst am Radio.