Seit seinem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung» sei die Zahl der eingegangen Bewerbungen sprunghaft angestiegen, sagte Sergio Wyniger, Präsident der Bürgergemeinde Solothurn, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. So seien auch aus Deutschland und Österreich zahlreiche Bewerbungen eingegangen.
Zudem erhielt Wyniger mehrere Anfragen aus anderen europäischen Ländern. Die Einreichefrist für Bewerbungen läuft am 5. Mai ab. Wer den Posten erhält, lebt fortan in der Verenaschlucht in einem Häuschen, das an den Felsen angebaut ist. Zu den Aufgaben gehört die Pflege des Gartens, der Kontakt mit den Besuchern und die Betreuung der beiden Kapellen St. Martin und St. Verena.
Die Einsiedelei St. Verena gehört zu den touristischen Attraktionen der Stadt Solothurn. Sie ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung und steht unter Denkmalschutz. Die Geschichte der Einsiedelei reicht zurück ins Jahr 300. Aus dem Jahr 1442 datiert eine erste Notiz über einen Waldbruder, der in der Einsiedelei lebte.