Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) hat zur Aussöhnung zwischen Nord- und Südkorea aufgerufen. Es müsse ein Friedensabkommen geben, das auch die USA unterzeichnen müssten, sagte Lutz Drescher vom ökumenischen Forum für Korea am Dienstag auf der Generalversammlung der reformierten Weltgemeinschaft in Leipzig. Ein wichtiger Schritt zum Frieden sei das sofortige Ende gemeinsamer Militärübungen der USA und Südkoreas, ergänzte Drescher. Mittelfristig müssten die USA ihre Truppen von der koreanischen Halbinsel abziehen.
Politik der kleinen Schritte
Der südkoreanische Delegierte Lee Jaechun sagte, für eine friedliche Koexistenz beider Länder seien viele kleine Schritte nötig. Eine Möglichkeit dazu sei eine breite Volksbewegung ohne Beteiligung der Grossmächte. Ri Jongro von der christlichen Föderation Nordkoreas sagte, die USA verschärften die Lage auf der Halbinsel willentlich und willkürlich. So könnten die Friedensbemühungen nie zu einem erfolgreichen Ende kommen.
Noch bis am Freitag findet in Leipzig die Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen statt. Die Generalversammlung der Weltgemeinschaft kommt nur alle rund sieben Jahre zusammen, zuletzt 2010 in den USA und 2004 in Ghana. Weltweit gehören rund 80 Millionen Menschen einer reformierten Kirche an. (epd)