Reformierter Weltgipfel fordert Frieden für koreanische Halbinsel

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen rief am Dienstag auf der Generalversammlung in Leipzig zum Frieden zwischen Nord- und Südkorea auf. Dieser sei nur in vielen kleinen Schritten erreichbar.

Setzen sich für den Frieden zwischen Nord- und Südkorea ein: Koreanische Teilnehmer an der WGRK-Generalversammlung in Leipzig.
Setzen sich für den Frieden zwischen Nord- und Südkorea ein: Koreanische Teilnehmer an der WGRK-Generalversammlung in Leipzig. (Bild: WGRK/Anna Siggelkow)

Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) hat zur Aussöhnung zwischen Nord- und Südkorea aufgerufen. Es müsse ein Friedensabkommen geben, das auch die USA unterzeichnen müssten, sagte Lutz Drescher vom ökumenischen Forum für Korea am Dienstag auf der Generalversammlung der reformierten Weltgemeinschaft in Leipzig. Ein wichtiger Schritt zum Frieden sei das sofortige Ende gemeinsamer Militärübungen der USA und Südkoreas, ergänzte Drescher. Mittelfristig müssten die USA ihre Truppen von der koreanischen Halbinsel abziehen.

Politik der kleinen Schritte

Der südkoreanische Delegierte Lee Jaechun sagte, für eine friedliche Koexistenz beider Länder seien viele kleine Schritte nötig. Eine Möglichkeit dazu sei eine breite Volksbewegung ohne Beteiligung der Grossmächte. Ri Jongro von der christlichen Föderation Nordkoreas sagte, die USA verschärften die Lage auf der Halbinsel willentlich und willkürlich. So könnten die Friedensbemühungen nie zu einem erfolgreichen Ende kommen.

Noch bis am Freitag findet in Leipzig die Generalversammlung der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen statt. Die Generalversammlung der Weltgemeinschaft kommt nur alle rund sieben Jahre zusammen, zuletzt 2010 in den USA und 2004 in Ghana. Weltweit gehören rund 80 Millionen Menschen einer reformierten Kirche an. (epd)