Reformierte SG: Ausgeglichenes Budget für 2015

Die Synode der reformierten St. Galler Kirche konnte ein ausgeglichenes Budget mit 90’000 Franken Verlust genehmigen. In der Umfrage am Schluss wurde der St. Galler «Kirchenbote» wegen einer Islam-Nummer kritisiert.

Die Synode stimmt ab.
Die Synode stimmt ab. (Bild: Ack)

Die Synode tagte am Montag in St. Gallen. Hauptgeschäft war das Budget 2015, das eine «rote Null» vorsieht, wie Kirchenrat Heiner Graf vor der Synode sagte. Bei einem Aufwand von 22,1 Millionen Franken sieht das Budget ein Defizit von 95’000 Franken vor. Gemäss Geschäftsprüfungskommission (GPK) sei es «zu verkraften».

Auch die Finanzprognose 2016 bis 2019, die nur noch mit kleinen jährlichen Defiziten rechnet, warf keine hohen Wellen und wurde zustimmend genehmigt. Der Steuerfuss für die Zentralsteuer wurde mit 3,1 Prozent festgelegt. Beim Finanzausgleich wird ein Verlust von 15’000 Franken budgetiert, was gemäss GPK aber auch einem ausgeglichenen Budget entspricht.

In zweiter Lesung genehmigte die Synode Änderungen in der Kirchenordnung, die Bestandes- und Namensänderungen bei Fusion von Kirchgemeinden betreffen. Das Geschäft war rein formal und gab keinen Anlass zur Diskussion.

Maya Hauri Thoma, Beauftragte für Diakonie, erläuterte den Synodalen im Weiteren das kirchliche Konzept über Seelsorge in Palliative Care.

Was ist die Aufgabe des «Kirchenboten»?

In der Umfrage am Schluss kritisierte ein Synodaler die Oktober-Nummer des St. Galler «Kirchenboten», die einen Schwerpunkt über den Islam gebracht hatte. Diese Nummer habe nicht dem Auftrag des «Kirchenboten» entsprochen, der die Verkündigung vorsehe und keine «wertneutrale» Berichterstattung über Religionen. Der Synodale forderte ein «verstärkt reformiert-christliches Profil» der Zeitung. Die Synode applaudierte zu diesem Votum.

Der Präsident der «Kirchenbote»-Kommission, Hans-Paul Candrian, gelobte Besserung und wies darauf hin, dass nun bei kritischen Artikeln stärker Rücksprache gehalten werde.