«Wieder bringt ein Fanatiker unschuldige Menschen um. Wieder müssen wir ertragen, wie der Hass im Kopf eines Einzelnen zur Katastrophe für Viele wird. Diesmal hat es London getroffen», kommentiert der Präsident des Rats, Gottfried Locher, den mutmasslichen Terroranschlag von London.
In einer Mitteilung verurteilt der Schweizerische Rat der Religionen die Gewalttat von London und spricht «der ganzen Bevölkerung von London, ohne Unterscheidung nach Herkunft, Farbe oder Religionszugehörigkeit» seine Anteilnahme und Solidarität aus.
Friedensarbeit geht weiter
Vor dem Hintergrund des ersten Jahrestages der Anschläge in Brüssel sowie im Zusammenhang mit der jüngsten Gewalttat in London sei es umso wichtiger, sich für den religiösen Frieden einzusetzen, heisst es weiter. «Unser Rat wird beharrlich am Frieden zwischen Religionen und Kulturen weiterarbeiten. Wir lassen uns von keiner noch so hässlichen Gewalt einschüchtern.»
Beim Anschlag von Mittwoch fuhr ein Einzeltäter auf der Westminster-Brücke in mehrere Gruppen von Passanten. Danach tötete er auf dem Parlamentsgelände einen Polizisten. Insgesamt kamen fünf Menschen ums Leben. Über 40 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.