Quest: Kein Studiengang ab Herbst 2015

Die theologische Fakultät Zürich hat den Entwurf zu einem Quereinstieg in den Pfarrberuf (Quest) vor kurzem kritisiert. Die Konkordatskirchen, die den Entwurf in Auftrag gegeben hatten, haben nun beschlossen, die Arbeit an Quest trotzdem fortzusetzen.

Aus einem Flyer zum Theologiestudium an der Universität Zürich.
Aus einem Flyer zum Theologiestudium an der Universität Zürich.

Die erste Projektphase unter Beteiligung der beiden Fakultäten Basel und Zürich habe nicht zu einer Umsetzung des Studiengangs geführt, wie es in einer Mitteilung der Aus- und Weiterbildung für Pfarrpersonen (a+w) heisst, die das Projekt operativ betreut. Obwohl beide Fakultäten an der Entwicklung des Quest beteiligt gewesen seien, habe nur Basel Hand geboten für eine Umsetzung. Der Quest-Studiengang soll berufserfahrenen Personen mit akademischem Hintergrund erlauben, einen einfacheren Zugang zum Pfarrberuf zu finden.

Die Konkordatskirchen (alle Deutschschweizer reformierten Kantonalkirchen ohne Bern) verfolgen Quest nun auf zwei Wegen weiter, wie es heisst. Die theologische Fakultät Zürich soll einerseits mit der Basler Fakultät einen Vorschlag machen, der auf Universitätsseite Unterstützung findet.

Andererseits sondieren die Konkordatskirchen alternative Wege, um Quest umzusetzen. Dabei soll es um eine Weiterentwicklung des Curriculums gehen und um die Prüfung anderer Kooperationspartner. Sie haben dazu einen Steuerungsausschuss eingesetzt, der im November 2014 erste Überlegungen präsentieren will. Laut dem Leiter von a+w, Thomas Schaufelberger, ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Quest noch im Herbst 2015 starten kann. Dies war ursprünglich so vorgesehen.