57 Prozent der Haushalte hätten zu wenig Nahrung, 80 Prozent seien auf humanitäre Hilfe angewiesen, heisst es auf einem Flugblatt. Die rund drei Dutzend Aktivisten zündeten vor dem Bundeshaus 1400 Kerzen an. Diese stehen für die Opfer des Gazakrieges im Jahr 2008/2009. 12‘000 Menschen seien noch immer obdachlos. Wegen der von Israel verfügten Blockade des Streifens am Mittelmeer sei die Landwirtschaft stark eingeschränkt. Fischer müssten damit rechnen, von israelischen Kriegsschiffen beschossen zu werden, schreiben die Aktivisten.
Aufforderung zur Aufhebung der Blockade
Sie fordern den Bundesrat auf, sich für die Aufhebung der Blockade einzusetzen. An der Kundgebung wurden zudem Unterschriften für ein Verbot des Kaufs von Drohnen aus Israel gesammelt. Die militärische Zusammenarbeit der Schweiz stehe in Widerspruch zu den Verpflichtungen, welche die Schweiz als gleichzeitiger Depositär- und Vertragsstaat der Genfer Konvention habe, heisst es in der Petition.
Die vom Bundesrat betriebene Politik privilegiere das «Besatzungsregime». Die «enge wirtschaftliche und vor allem militärische Zusammenarbeit» mit Israel lasse keinen anderen Schluss zu, heisst es in einem von «Palästina-Solidarität Region Basel» herausgegeben Spezialheft über «Israels Rüstungs- und Sicherheitsindustrie».