«Dies ist keine Ermessenssache, sondern eine Notwendigkeit», sagte der Bischof am Montag in Stuttgart vor mehreren hundert Theologen. Bedford-Strohm war Hauptredner anlässlich des 125. Jubiläums des Evangelischen Pfarrvereins in Württemberg.
Urlaub zu nehmen sei man sich schuldig, aber auch der eigenen Familie und Gemeinde, sagte Bedford-Strohm. Um kein Burnout zu bekommen, sollten Pfarrer für sich persönlich «geistliche Regenerationsquellen» suchen. Ausserdem sei es hilfreich, sich möglichst gut zu organisieren und einen guten Kommunikationsstil mit den Mitarbeitern zu pflegen.
Eine Fülle von Anforderungen
Der Pfarrberuf sei in vieler Hinsicht ein wunderbarer Beruf, aber seine Stärken seien gleichzeitig auch Gefahren, sagte der bayerische Landesbischof. So habe ein Pfarrer das Privileg, Menschen an allen Stationen ihres Lebens von der Geburt bis zum Tod zu begleiten, was aber eine Fülle an Anforderungen mit sich bringe. Ebenso ermögliche das Pfarrhaus als Wohn- und Arbeitsplatz zwar ein flexibles Arbeiten, könne aber auch für einen Verlust von Privatheit sorgen. (epd)