Das berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur «Catholic World News» am 8. Januar. Hauptproblem im Blick auf die Panorthodoxe Synode sind allerdings die nicht übereinstimmenden Einheitsvorstellungen Konstantinopels und Moskaus.
Aktuell gibt es Streit wegen zweier miteinander im Widerspruch stehender Papiere – eines aus Istanbul und eines aus Moskau – über den Ehrenprimat des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel. Das Papier vom Bosporus betont, dass dieser Ehrenprimat göttlichen Rechts sei, von der Moskauer Synode hingegen wird genau dies vehement bestritten.
Der Schweizer Kardinal Koch, Präsident des vatikanischen Einheitsrates, hatte kürzlich erklärt, als Katholik komme man angesichts der aktuellen Uneinigkeit zum Schluss, dass ein blosser Ehrenprimat, wie es ihn in der Orthodoxie gebe und wie er Bartholomaios zukomme, nicht das Ziel einer Kircheneinheit sein könne. «Der Ehrenprimat funktioniert eben nur bei schönem Wetter. Würde es ihn auch in der katholischen Kirche geben, hätten wir das gleiche Schicksal: eine Vielzahl von Nationalkirchen.»