Pakistanische Privatschulen verbieten Malalas Buch

Privatschulen in Pakistan haben das Buch «Ich bin Malala» der jungen Aktivistin Malala aus ihren Schulen verbannt, wie das News-Portal www.n24.de berichtet. Der Grund: Das Buch zeige nicht genug Respekt vor dem Islam, teilten die Dachverbände von Zehntausenden Privatschulen am 10. November mit.


«Für mich repräsentiert sie den Westen, nicht uns», sagte der Präsident der All Pakistan Private Schools Management Association, Adeeb Javedani. Die 40 000 Schulen der Organisation seien angewiesen worden, das im Oktober erschiene Buch nicht in die Bibliotheken aufzunehmen und man habe auch die Regierung aufgefordert, das Buch vom Lehrplan zu streichen. Millionen Kinder in Pakistan gehen angesichts des schlechten öffentlichen Schulsystems auf Privatschulen.

Unter anderem kritisierte Mirza das Buch, weil es bei der Erwähnung des Propheten Mohammed nicht die übliche Abkürzung für die Formel «Friede sei mit ihm» verwende. Zudem würden auch die in Pakistan verbotene muslimische Minderheit der Ahmadis sowie der Autor Salman Rushdie positiv dargestellt, der viele Muslime durch seine «Satanischen Verse» verärgert hatte, sagte Mizra.

Malala setzt sich seit Jahren für die Rechte von Mädchen in Pakistan ein und war deshalb vor einem Jahr Opfer eines Mordanschlags der radikalislamischen Taliban geworden. Das Mädchen überlebte und lebt seither in Grossbritannien. Während die heute 16-Jährige für ihren Einsatz im Westen als Heldin gefeiert wird, blühen in Pakistan die Verschwörungstheorien, wonach das Attentat auf sie inszeniert worden sei.