Organisationen fordern Schutz von Kindern vor Beschneidung

Zum Tag der genitalen Selbstbestimmung am 7. Mai fordern Menschenrechtsorganisationen das weltweite Verbot von Genitalverstümmelungen aus religiösen Gründen.

Nach Schätzungen von Unicef werden jährlich über zwei Millionen Mädchen beschnitten.
Nach Schätzungen von Unicef werden jährlich über zwei Millionen Mädchen beschnitten. (Bild: Wikimedia)

Am 07.05. 2012 verkündete das Kölner Landgericht ein Urteil, das erstmals eine medizinisch nicht indizierte Beschneidung eines Jungen nach geltendem Recht als strafbare Körperverletzung bewertete. Aus diesem Anlass rufen morgen Samstag 40 Kinder-, Menschen- und Frauenrechtsorganisationen zum dritten «Worldwide Day of Genital Autonomy» auf.

Die Organisationen fordern den Schutz aller Kinder weltweit vor jeglicher Verletzung ihrer körperlichen und sexuellen Integrität unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition, wie es in einer Pressemitteilung von «Terre des Femmes» heisst. Die UN-Kinderrechtskonvention sei für alle Kinder weltweit zu garantieren. Weder Religion noch Tradition rechtfertigten den Eingriff in die Unversehrtheit von Kindern.

Neben der zentralen Kundgebung in Köln sind Veranstaltungen in New York, San Francisco, Palm Springs, Sydney und London geplant.