Ökumenische Tisch-Gemeinschaft macht weiter

Am Weg der «ökumenischen Reformation» will die ökumenische Tisch-Gemeinschaft Symbolon auch nach dem Eklat in Gfenn festhalten. 2014 soll ein «ökumenisches Mittsommerfest» stattfinden.


In Gfenn platzte Ende Juni eine geplante Interzelebration mit Geistlichen verschiedener Konfessionen. Die beiden katholischen Priester hatten geltend gemacht, sie seien unter kirchenpolitischen Druck geraten. Die katholische Kirche erlaubt ihren Geistlichen das gemeinsame Feiern des Abendmahls mit Geistlichen anderer Konfessionen nicht.

Symbolon wolle auf «verschiedene Weise» für ein erneuertes Verständnis und eine erneuerte Praxis des «Christlichen in unserer Zeit» eintreten. In ihrem «spirituellen Zentrum», der Lazariterkirche Gfenn bei Dübendorf ZH, will Symbolon ihr Anliegen weiter verfolgen. Dies soll 2014 mit einem «ökumenischen Mittsommerfest» geschehen. Thema und Gestaltung der Feier stehen jedoch nicht fest, heisst es in einer Mitteilung vom 11. Juli.

Symbolon erreichte mit einer für Ende Juni geplanten Interzelebration mit Geistlichen verschiedener Konfessionen grosse Aufmerksamkeit in den Medien. Die beiden katholischen Konzelebranten, der Kapuziner Willi Anderau und der Jesuit Josef Bruhin, sagten jedoch ab und nahmen lediglich als Gäste am Mahl teil. Sie beklagten kirchenpolitischen Druck.

Nun warte Symbolon auf die Stellungnahme des Papstes und anderer Kirchen-Repräsentaten auf ihr theologisches Manifest «Für eine ökumenische Reformation – Eucharistie als Testfall», heisst es in der Mitteilung weiter. Das Manifest ersucht Papst Franziskus und alle anderen Verantwortungsträger der christlichen Konfessionen, «mutige Schritte hin zu einer Grenzen sprengenden Eucharistie-Gemeinschaft» zu tun.