Die geplante gemeinsame Erklärung entfalle daher, erklärte der US-Diplomat Richard Haass, der die Verhandlungen geleitet hatte, in der Nacht zum 31. Dezember. Haass sprach jedoch von «grossen Fortschritte». Beide Seiten seien sich näher gekommen. Nun müssten weitere Gespräche folgen.
In der britischen Region Nordirland stehen sich seit Jahrzehnten Protestanten, die weiter zu Grossbritannien gehören wollen, und Katholiken, die einen Anschluss an die Republik Irland wollen, gegenüber. In den Gesprächen ging es auch um die Frage, wie mit der blutigen Vergangenheit umgegangen werden soll; in dem Konflikt starben über die Jahrzehnte mehr als 3500 Menschen.
Proteste und Zwischenfälle
In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Protesten und Zwischenfällen gekommen, nachdem die Stadtverwaltung in Belfast entschieden hatte, die britische Flagge nur noch an bestimmten Tagen im Jahr zu hissen. Zudem gibt es bei Traditionsmärschen protestantischer Gruppen regelmässig Krawalle und Ausschreitungen.
Während die republikanische Partei Sinn Féin eine gemeinsame Erklärung unterstützte, sah vor allem die loyalistische Democratic Unionist Party (DUP) Probleme. Sie forderte weitere Gespräche.