Mit 200’000 Brot-Tüten Opfer häuslicher Gewalt erreichen

Mit Brot-Tüten wollen Fachstellen die Opfer von häuslicher Gewalt erreichen. Ab nächster Woche werden in Bäckereien in den Kantonen Zug und Luzern 200 000 Brote in Papiertüten verkauft, auf denen entsprechende Notfalladressen aufgedruckt sind.


Die Aktion ist Teil der internationalen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen», die vom 25. November bis am 10. Dezember dauert. Durch die Brot-Tüten könnten Personen unterschiedlicher sozialer Herkunft und jeglichen Alters erreicht werden, heisst es in einer Medienmitteilung der Zentralschweizer Organisatoren.

Unterstützt wird die Aktion vom Bäcker- und Confiseurmeister-Verband Luzern. Daneben sind in der Zentralschweiz weitere Veranstaltungen geplant – etwa ein Frauenpalaver zum Thema Zwangsheirat, die FilmTage Luzern oder die Ausstellung «Willkommen zu Hause» in der Reformierten Kirche Zug.

Luzerner und Zuger Institutionen, Beratungsstellen und Projekte wollen mit den Aktionen «ein öffentliches Zeichen gegen häusliche Gewalt setzen», wie es in der Medienmitteilung heisst. Nach wie vor erfahre jede fünfte Frau in der Schweiz im Rahmen ihrer Beziehung körperliche und/oder sexuelle Gewalt.