Luzern führt Pilotprojekt weiter
Zusammen mit der Caritas und der Beratungsstelle für Sans-Papiers Luzern hat die Stadt Luzern das Pilotprojekt Überbrückungshilfe durchgeführt. Von September 2021 bis Februar 2023 haben die Organisationen Beratung und wirtschaftliche Unterstützung für Menschen in finanzieller Not angeboten.
Die Stadt Luzern hat nun gemäss einer Mitteilung beschlossen, die Beratungsangebote weiterhin zu finanzieren, um die versteckte Armut zu bekämpfen. Künftig erhalten die Organisationen dafür 65'000 Franken pro Jahr.
Im Rahmen des Pilotprojekts Überbrückungshilfe wurden laut der Stadt Luzern 230'000 Franken an Direkthilfen ausbezahlt um finanzielle Notsituationen zu überbrücken. In Kombination mit Beratung habe sich häufig die Situation der Betroffenen verbessern oder stabilisieren lassen, heisst es in der Mitteilung. Armutsbekämpfung ist in erster Linie Sache von Bund und Kantonen. Doch Städte können unabhängig davon aktiv werden.
Versteckte Armut betrifft häufig Sans-Papiers und Personen mit B- oder C-Ausweis. Sie können oder wollen trotz finanzieller Schwierigkeiten keine Sozialhilfe beantragen. Sans-Papiers leben im Verborgenen und Personen mit Aufenthaltsstatus B oder C laufen Gefahr, durch den Bezug von Sozialhilfe ihre Aufenthaltserlaubnis zu verlieren. (dst)