Luther-Brief erzielt bei Auktion «nur» 150’000 Dollar

Der Verkauf eines Briefes von Reformator Martin Luther bei einer Online-Versteigerung in den USA ist vorläufig nicht zustande gekommen. Der Kaufpreis lag weit unter den Erwartungen.


Der Verkauf eines Briefes von Reformator Martin
Luther ist gescheitert. Das Höchstgebot lag bei 152’917 US-Dollar, wie das Auktionshaus RR Auction in Boston  mitteilte. Man habe jedoch einen Verkaufspreis von 300’000 US-Dollar angestrebt. Das Auktionshaus will weiter mit dem anonymen Verkäufer und Interessenten arbeiten.

Der Lutherbrief stammt aus dem Jahr 1543. In dem Schreiben an den Vorsteher der Nikolaikirche in Berlin, Georg Buchholzer, attackierte Martin Luther (1483-1546) Juden als «leibhaftige Teufel», die «unserm Herr fluchen».

«Ungewöhnlich guter Zustand»

Der Vizepräsident von RR Auction, Bobby Livingston, bezeichnete den Brief als «sehr aussergewöhnlich» wegen seines Inhalts und seines «ungewöhnlich gut erhaltenen Zustandes». Das Auktionshaus beschreibt sich als «zuverlässige Fundstelle» für seltene Dokumenten und Manuskripte. Versteigert wurden unter anderem auch Briefe von Nelson Mandela (1918-2013), Albert Einstein (1879-1955) und Sigmund Freud (1856-1939). (epd/bat)