LU: Bildungskommission stützt Fach Religion und Ethik

Die Luzerner Obergymnasiasten sollen weiterhin pro Woche zwei Stunden in Religion und Ethik unterrichtet werden. Eine Kommission des Kantonsrates ist dagegen, dass das Fach zur Aufbesserung des Staatshaushaltes gestrichen wird.


Religionskunde und Ethik ist an den Luzerner Obergymnasien ein obligatorisches Zusatzfach. Der Regierungsrat möchte das Fach auf das Schuljahr 2016/17 aufheben und so den Staatshaushalt um 0,5 Millionen Franken jährlich entlasten.

Der Regierungsrat hält die Sparmassnahme für vertretbar, weil das Fach nicht Bestandteil des vom Bund vorgeschriebenen Fächerkanons für die Maturität sei. Zudem werde es weiterhin als Ergänzungsfach angeboten.

Knapper Entscheid

Die für die Bildung zuständige Kommission des Kantonsparlamentes will aber, dass das Fach Religion und Ethik obligatorisch bleibt. Sie habe sich mit knapper Mehrheit gegen die Streichung ausgesprochen, teilte sie am Freitag mit.

Begründet wurde dies damit, dass der Spareffekt gering sei. Es sei wichtig, dass die künftigen Führungsleute in Wirtschaft und Gesellschaft eine ganzheitliche Ausbildung genössen und ethische Wertvorstellungen vermittelt erhielten.

7000 Unterschriften

Die mögliche Streichung des Faches wird vom Kantonsrat im Dezember behandelt, wenn er das Budget 2015 und die Finanzpläne bis 2018 beschliesst. Die Bildungskommission kann zu diesem Geschäft mit einem Mitbericht Stellung beziehen. Federführend ist die Planungs- und Finanzkommission.

Auch die Kantonale Fachschaft Religion und Ethik an Luzerner Gymnasien fordert den Luzerner Kantonsrat auf, das Fach nicht zu streichen. Sie lancierte deshalb die Petition «Nein zum drastischen Bildungsabbau im Kanton Luzern!», die bislang von gegen 7000 Personen unterzeichnet worden ist, wie Fachschaftspräsident Benno Bühlmann auf Anfrage sagte. Gesammelt wird noch bis am 20. November. (sda)