«Der Film erzählt eine kraftvolle und inspirierende Geschichte, die einen Tag voller Konflikte und Korruption im Leben einer russischen Kleinstadt beschreibt», heisst es in der Begründung der Jury. Dina Nikitin, ein junger Vater und Werkstudent, übernehme mutig und entschlossen Verantwortung für die Bewohner eines maroden Plattenbaus. «Mit starken Bildern, getragen von einer grossartigen schauspielerischen Darstellung zeichnet der Film das Bild eines Menschen, der gegen alle Widerstände an seinen Überzeugungen festhält», so die Jury.
Um die Auszeichnung im internationalen Wettbewerb kämpften dieses Jahr 17 Langfilme aus aller Welt. Die Mitglieder der sechsköpfigen ökumenischen Jury gehörten dieses Jahr der katholischen, protestantischen, anglikanischen und orthodoxen Kirche an. Als Jurypräsident amtete Andreas Engelschalk aus Deutschland.
Ökumenische Jury seit 1973 am Filmfestival präsent
Der Preis ist mit 20‘000 Franken dotiert und an den Verleih in der Schweiz gebunden. Das Preisgeld wird von den evangelisch-reformierten Kirchen und der römisch-katholischen Kirche der Schweiz zur Verfügung gestellt. Die Ökumenische Jury ist seit 1973 am Filmfestival Locarno präsent. Ihre Aufgabe besteht darin, einen Film auszuzeichnen, dem es gelingt, das Publikum «für religiöse, menschliche oder soziale Werte zu sensibilisieren». (kipa)