Über viel Geld verfügen weder Gegner noch Befürworter, berichtete die «Neue Luzerner Zeitung» am 14. August. Die Sonntagsallianz konnte ihre Plakatkampagne jedoch bereits finanzieren, sagte Peter Oberholzer von der Pfarrei Heiligkreuz in St. Gallen am 14. August gegenüber der Presseagentur Kipa.
Die Sonntagsallianz verfügt über ein Budget von rund 10000 Franken, bestätigte auch Sprecher Adrian Feller. Allerdings würden auch die einzelnen Organisationen Mittel in die Kampagne stecken. Peter Oberholzer, Gemeindeleiter der Pfarrei Heiligkreuz in St. Gallen, sammelt Spenden zu Finanzierung des Abstimmungskampfes. Zusammen mit Adrian Feller koordiniert er die Kampagne. Oberholzer beliefert möglichst viele Pfarreien mit Abstimmungsplakaten, die diese auf ihrem Gelände aufhängen können.
Wenig Freude am christlichen Engagement haben die Befürworter des neuen Tankstellenregimes, wie die Zeitung meldete. Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen und Zürcher Nationalrat, findet es «problematisch, dass sich Landeskirchen, die vom Staat teilweise direkt oder indirekt unterstützt werden, in eine politische Abstimmungskampagne einmischen», sagte er gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung». Bäumle leitet die Kampagne beim überparteilichen bürgerlichen Pro-Komitee. Zudem habe die Vorlage gar nichts mit den Kirchen zu tun.
Adrian Feller lässt diese Argumentation dem Bericht zufolge nicht gelten. Die Kirche übernehme zivilgesellschaftliche Aufgaben. Es sei legitim, dass sie sich für das Recht auf einen freien Sonntag einsetze. Oberholzer verweist darauf, dass es sich um ein altes Anliegen der Kirchen handle. Das Ruhetagsgebot sei zudem das am häufigsten im alten Testament erwähnte Gebot.
Laut der «Neuen Luzerner Zeitung» können auch die Befürworter des neuen Arbeitsgesetzes nicht viel Geld in den Abstimmungskampf stecken. Gemäss Bäumle stehen ihnen aber immerhin mindestens rund eine halbe Million Franken zu Verfügung.