Knatsch um Baurecht der reformierten Kirche in Meilen

Auf einem Grundstück der reformierten Kirchgemeinde in Meilen sollen 42 Wohneinheiten entstehen. Über den Baurechtsvertrag wird am 21. Mai abgestimmt. Gegenüber der für die Überbauung zuständigen Immobilienfirma haben manche im Ort jedoch grosse Skepsis.

Das Grundstück «Schilt» der reformierten Kirchgemeinde Meilen. (Bild: zvg)

In der reformierten Kirchgemeinde Meilen gehen die Wogen über einen geplanten Baurechtsvertrag der Kirchgemeinde an eine Immobilienfirma hoch. Wie die «Zürichsee-Zeitung» am 11. Mai berichtet, geniesst die Firma Swiss Property Sustainability Portfolio AG bei manchen Gemeindemitgliedern nicht den besten Ruf. Von «imageschädigenden Luxusbauten» sei in Leserbriefen die Rede. Konkret wird der Firma unter anderem vorgeworfen, dass die Mieten überrissen sein könnten.

110 Quadratmeter für 3’200 Franken

Die Firma ist im vollständigen Besitz der Swiss Property Development Group AG, einer Holding mit Sitz in Zug. Reimer Siegert, CEO der Swiss Property Development Group AG, dementiert gegenüber der «Zürichsee-Zeitung» die Vorwürfe. Man wolle eine ­sozial durchmischte Kundschaft ansprechen – gerade auch Leute, die sich kein Wohneigentum leisten könnten. Deshalb seien die Mieten keineswegs überrissen.

Um sicher zu stellen, dass im Zuge des Bauvorhabens nicht ein weiteres hochpreisiges Stockwerk-Eigentum-Projekt entsteht, habe sich die Baurechtsnehmerin freiwillig dazu bekannt, ausschliesslich Mieteinheiten zu erstellen. Vorgesehen seien 32 Wohnungen mit 2½ bis 4½ Zimmern in einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus sowie zehn Reiheneinfamilienhäuser. Letztere seien insbesondere für Familien gedacht. Sie hätten einen Grundriss von etwa 110 Quadratmetern und würden monatlich netto rund 3200 Franken Miete kosten. «Mit Luxus hat das nichts zu tun», sagt Siegert.