Kirchenbund macht weiter mit Verfassungsrevision

Der Kirchenbund SEK hat am 7. April einen Bericht zur Verfassungsrevision sowie alle Vernehmlassungantworten der reformierten Kantonalkirchen veröffentlicht. Gemäss SEK sind die Mitgliedkirchen für eine Stärkung der Beziehungen zwischen den evangelischen Kirchen. Der SEK suche nun Wege für die Umsetzung.


Gemäss Bericht habe sich eine grosse Mehrheit der Kantonalkirchen für eine Stärkung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK ausgesprochen. Die Kantonalkirchen wollen dieses Ziel aber auf unterschiedlichen Wegen erreichen. Auch die Erwartungen an den SEK unterschieden sich stark voneinander. Dies schreibt der SEK am 7. April.

Zwei Vorschläge erhielten breite Zustimmung. So soll die Abgeordnetenversammlung (AV) durch eine nationale Synode ersetzt werden, die mehr Delegierte umfasst und eine wichtigere strategische Rolle hat. Ferner soll ein öffentlicher «Tag der Kirche» eingeführt werden. Im Gegenzug möchten die Mitglieder des SEK der geplanten Synode keine kirchenrechtliche Basis geben, sondern die Verbandsorganisation beibehalten.

Weitere Schritte
Die SEK-AV vom Juni 2014 in Scuol werde sich über die zukünftige Verfassung austauschen. Die Delegierten befassen sich dann insbesondere mit der Organisation der drei Kirchenebenen (Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene). Weitere Themen werden die Leitung des Kirchenbundes sowie der Vorschlag sein, den SEK in «Evangelische Kirche in der Schweiz» umzubenennen.

2011 beauftragte die AV den Rat, eine neue Verfassung auszuarbeiten. Auf den Entwurf, den der SEK bis Ende November 2013 in die Vernehmlassung schickte, habe alle 26 Mitgliedkirchen geantwortet. Rund 30 Privatpersonen, mehrere kirchliche Verbände (Oeku, Evangelische Frauen Schweiz, Landeskirchen-Forum) sowie die Theologischen Fakultäten der Universität Basel und Zürich reichten dem SEK ebenfalls eine Stellungnahme ein.

Der Bericht zur Verfassungrevision kann hier gelesen werden, die Vernehmlassungsantworten der 26 Kantonalkirchen hier.