Körperlicher Verfall, hohe Kosten im Gesundheitswesen oder Sozialwerke, die unter Druck geraten – Menschen im fragilen Alter zwischen 85 und 100 Jahren werden häufig mit negativ besetzten Themen in Verbindung gebracht.
Um diesen Menschen eine Stimme zu geben, starten Justitia et Pax, Reformierte Kirchen Schweiz und Pro Senectute am 1. Oktober – dem Tag des Alters – eine Kampagne zum hohen Alter in der Gesellschaft. Das Ziel sei, die Bevölkerung zu sensibilisieren, dass Gebrechlichkeit ebenso zum Leben gehöre wie Kindheit, Jugend und die beruflich aktive Zeit, teilten die Initianten am 30. September mit.
Die Kampagne unter dem Motto "Alles hat seine Zeit" umfasst neben Veranstaltungen an Universitäten und im kirchlichen Rahmen, Standaktionen und Aktivitäten in Gemeinden. Laut dem Bundesamt für Statistik waren Ende vergangenen Jahres knapp 190’000 Menschen in der Schweiz älter als 85 Jahre. Das Bundesamt schätzt, dass sich die Zahl der über 80-Jährigen bis 2050 verdoppeln wird.
Mehr Informationen zur Kampagne: www.alles-hat-seine-zeit.ch