Johannes XXIII., der das Zweite Vatikanische Konzil einberufen und eröffnet hatte, war im Jahr 2000 seliggesprochen worden. Er stand nur fünf Jahre lang an der Spitze der katholischen Kirche, veränderte sie aber von Grund auf. Papst Johannes XXIII. ging als mutiger Reformer in die Geschichte ein.
Das Zweite Vatikanische Konzil war eines der herausragenden kirchlichen Ereignisse im 20. Jahrhundert. Es tagte bis 1965 und markiert für viele eine Zeitenwende in der katholischen Kirche.
Johannes wollte mit dem Konzil die Kirche modernisieren, zur Welt hin öffnen und sie der sich wandelnden Zeit anpassen. Neben der Reform des Gottesdienstes wurde auch das Verhältnis zu anderen Religionen und Konfessionen neu bestimmt.
Sein Erbe und der Erfolg des Zweiten Vatikanischen Konzils sind dennoch bis heute umstritten. Viele sehen Nachholbedarf bei der Umsetzung oder kritisierten die Öffnung als nicht weitgehend genug.
Johannes Paul II. wurde 2011 seliggesprochen. Der Papst aus Polen könnte damit bereits acht Jahre nach seinem Tod zur höchsten Ehre der Altäre gelangen. Es wäre die kürzeste Zeit für eine Heiligsprechung in der neueren Kirchengeschichte.