Jetzt spricht die «biedere Hausfrau aus dem Frauenverein»

Ein Ort für Hausfrauen, die für eine bessere Welt basteln und kochen - viele denken so über Frauenvereine. Warum dieses Vorurteil ziemlich doof ist, darüber schreibt Nadine Hassler Bütschi auf dem Blog der reformierten Landeskirche Aargau.

Das Bild zeigt die Pfarrerin Nadine Hassler Bütschi, Pfarrerin im aargauischen Möhlin. Sie ist die Autorin des Blog-Beitrages.
Nadine Hassler Bütschi ist Pfarrerin in Möhlin AG. (Bild: zVg/Reformierte Landeskirche Aargau)

Nachfolgender Text stammt aus dem Blog der Reformierten Kirche Aargau: «Kirche heute: Geschichten und Gedanken»

 

Seit vielen Jahren bin ich im Vorstand unsere Frauenvereins. Mit Begeisterung kümmere ich mich um das jährliche Kerzenziehen am Bazar und auf dem Adventsmarkt und stehe regelmässig in der Küche, um bei der monatlichen «Freitagssuppe» für ca. 80 Personen zu kochen.

 

Ich mag das Miteinander der Frauen, die Kollegialität, das Lachen und den freiwilligen Einsatz für andere Menschen.

 

Wir bieten einen Seniorenausflug an, besagten Suppenzmittag mit viel Gemeinschaft gewürzt, eine Ludothek für Spielfreudige, eine Geschenkaktion für Alleinstehe an Weihnachten. Das Ganze wird mit Spenden, Mitgliederbeiträgen und dem Gewinn aus dem Kerzenziehen finanziert. Wenn wir Ende Jahr Geld übrig haben, dann unterstützen wir Institutionen im In- und Ausland, damit sie ihrerseits etwas Gutes tunkönnen!

 

Da trifft es mich immer wieder, wenn Kolleginnen, Bekannte und andere Gesprächspartner mich mit schierem Entsetzen anschauen, wenn ich vom Frauenverein erzähle.

 

Das sei doch etwas für ältliche, biedere Hausfrauen. Keine moderne, junge Frau würde sich so etwas antun! Da ich selber noch keine 40 Jahre alt war, als mein Engagement begann und mich durchaus als modern bezeichnen würde,  versuche ich immer wieder, diese Aussage sanft zu entschärfen und zu korrigieren. (…)

 

Weiterlesen auf dem Blog der Reformierten Kirche Aargau: «Kirche heute: Geschichten und Gedanken»