Es vereint Professuren für Koran-Auslegung, für Islamische Ideengeschichte und für Kultur und Gesellschaft des Islam. Ähnliche Zentren gibt es seit kurzem an den Universitäten Tübingen, Münster/Osnabrück und Erlangen/Nürnberg.
Für die von einem Gutachtergremium ausgewählten vier Zentren hat das deutsche Bundesbildungsministerium insgesamt rund 20 Millionen Euro an Fördermitteln, verteilt auf fünf Jahre, bereitgestellt. Als erstes nahm die Universität Tübingen im Oktober 2011 den Lehrbetrieb auf. Münster/Osnabrück und Frankfurt/Giessen folgten im Wintersemester 2011/12, die Universität Erlangen-Nürnberg im Oktober 2012.
An allen vier Zentren werden künftig islamisch-theologische Nachwuchswissenschaftler, in der Sozial- und Gemeindearbeit tätige Personen, Religionslehrer sowie Religionsgelehrte unter anderem für Moscheen ausgebildet.
Den Impuls für die Gründung der Zentren hatte der Wissenschaftsrat 2010 gegeben. «Der moderne säkulare Rechtsstaat hat ein vitales Interesse daran, religiöse Orientierungen seiner Bürger für die Stabilität und Weiterentwicklung des Gemeinwesens fruchtbar zu machen», so begründete das Beratergremium damals das Konzept.