Khalid Grein, Programmbeauftragter beim Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (Heks), wird persönlich nach Manila reisen. «Unser Auftrag vor Ort wird es sein, die Lage zu erfassen, Gespräche mit Betroffenen zu führen und zu schauen, wie wir helfen können», sagte Grein. Erfahrungsgemäss brauche es als erstes Wasser, Lebensmittel und Unterkünfte.
Heks betreibt auf den Philippinen ein lokales Büro mit drei Mitarbeitenden. Es befindet sich nicht im betroffenen Gebiet. Derzeit könne einzig das Militär in die Katastrophenregion gelangen.
Auch drei Tage nach dem schweren Wirbelsturm sei es schwierig, an Informationen zu gelangen. Grein wird voraussichtlich die stark zerstörte Küstenstadt Tacloban besuchen. Die Nothilfe erfolge stets in Absprache mit anderen Organisationen vor Ort.
Bereits im Einsatz sind 13 Experten des Schweizer Korps für humanitäre Hilfe. Am 9. und 10. November wurden je fünf Personen entsandt, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Sie werden unterstützt von drei Medizinern und Logistikern, die sich bereits auf den Philippinen befanden.
Die Schweiz hat zudem beschlossen, eine erste Hilfslieferung von zehn Tonnen in das Katastrophengebiet zu senden. Es besteht aus medizinischem Material für 10’000 Menschen während drei Monaten und Material zur Wasseraufbereitung.
Angaben über betroffene Schweizerinnen und Schweizer lagen am 11. November nicht vor. Die vom EDA eingerichtete Helpline wurde bislang rund 30 Mal kontaktiert.
Heks bittet um Spenden für die Taifun-Opfer: PC-Konto 80-1115-1 mit dem Vermerk «Taifun Asien» oder per SMS an 2525 mit dem Betreff «TAIFUNASIEN 50» (Spenden von 1 – 99 Franken möglich).