Gottfried Locher dankt christlichen Kirchen im Nahen Osten

Der Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), Gottfried Locher, eröffnete am Dienstag in Beirut die «Konferenz für den Erhalt christlicher Minderheiten im Nahen Osten» und bekundete seine Solidarität mit den Christinnen und Christen der Region.

Gottfried Locher (rechts) mit Andrea Zaki und Rosangela Jarjour von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (FMEEC). (Bild: SEK)

Im Namen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) dankte Locher den Kirchen der Region und würdigte ihren Mut, trotz der politischen Lage die Konferenz durchzuführen, heisst es in der Mitteilung des SEK. Die Kirchen setzten sich für Versöhnung ein und bekämpften den politischen und religiösen Fundamentalismus, sagte Locher.

Europäische Regierungen blenden Tragödie aus

Der Kirchenbundspräsident erinnerte daran, dass die schwere Situation der Christen im Nahen Osten auch die Kirchen Europas betrifft. Diese zeigten sich solidarisch – unter anderem durch die Unterstützung von Hilfsprojekten. «Aber wir wissen ganz genau, dass dies nicht ausreicht», betonte Locher. «Unsere Regierungen in Europa sprechen über Flüchtlingszahlen und Abwehrmassnahmen und blenden dabei zu oft die menschliche Tragödie aus, die sich hier abspielt.»

Die dritte von der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten (FMEEC) organisierte Konferenz findet vom 22. bis 24. November in Beirut statt.