GL: Synode vertagt einheitliche Entlöhnung der Kirchenmusiker

Der Versuch, für die Kirchenmusiker ein für alle Glarner Kirchgemeinden verbindliches Lohnregulativ zu finden, ist vorerst gescheitert. Das Büro zog das Geschäft zurück. Alle andern Vorlagen wurden am Donnerstag in Glarus gutgeheissen.

Die Glarner Synode im Landratsaal.
Die Glarner Synode im Landratsaal. (Bild: Peter Meier)

Die Entlöhnung der Kirchenmusiker sei in der reformierten Kirche ein Dauertraktandum, wie es in einer Mitteilung der Glarner Kirche heisst. Weil die Glarner Kirchgemeinden bis heute die Entschädigungsansätze in eigener Kompetenz bestimmen könnten, gebe es bei der Besoldung von Organisten, Kantoren und Chorleitern beträchtliche Unterschiede.

Dieser Zustand werde seit langem als unbefriedigend angesehen, weshalb eine Arbeitsgruppe eine Anpassung der Kirchenordnung vorschlug. Diese sollte mit einer neu geschaffenen Besoldungsverordnung für die Kirchenmusiker verabschiedet werden.

Vorlage neu überdenken

Daraus sei vorerst nichts geworden, weil sich die Synode im nächsten Frühling nochmals mit der Sache befassen muss. «Grund für die Verzögerung ist ein in letzter Minute beim Kirchenrat eingegangenes Schreiben von Kirchenmusikern, die darauf aufmerksam machten, dass die vom Kirchenrat vorgeschlagenen Besoldungsansätze für Kirchenmusiker ohne feste Anstellung im Quervergleich deutlich zu tief angesetzt seien», wie es heisst.

Das Büro der Synode habe die Vorlage von sich aus zurückgezogen, nachdem auch im Plenum der Ruf laut geworden war, die Vorlage noch einmal zu überdenken.

Tieferer Steuerfuss

Die übrigen Geschäfte seien dann einvernehmlich verabschiedet. Die Synode gab grünes Licht für die in den Kirchgemeinden Mühlehorn und Obstalden-Filzbach bereits gutgeheissene Fusion zur neuen Kirchgemeinde Kerenzen per Anfang 2016. Die Fusion ist noch vom Landrat zu genehmigen.

Unbestritten blieb auch das Budget 2016, das bei Einnahmen und Ausgaben von je rund 1,2 Millionen Franken für das nächste Jahr eine ausgeglichene Rechnung mit einem kleinen Einnahmenüberschuss von 10’150 Franken vorsieht. Dank gut gefülltem Ausgleichstopf könne der Steuerbetrag für den Finanzausgleich unter den Kirchgemeinden um 0,1 Prozent reduziert werden. Der Steuerfuss sinke damit von heute 2,0 auf 1,9 Prozent.