Man wolle sie so vor gewaltsamen Übergriffen und Racheakten schützen, erklärt die Organisation «Christian Concern» laut «Sunday Times» (25. Mai). Sie kennt nach eigenen Angaben namentlich landesweit bis zu 1100 Muslime in Gefahr.
Tatsächlich könnten es aber bis zu 3000 sein, so die Organisation Im schlimmsten Fall seien Muslime, die zum Christentum übertreten wollten, sogar in Todesgefahr. Das geschehe «nicht nur im Sudan oder in Nigeria, sondern im Osten Londons.»
Der frühere anglikanische Bischof von Rochester, Michael Nazir-Ali, erklärte, aus falsch verstandenem Respekt vor anderen Kulturen würden mögliche Konvertiten nicht von der britischen Gesellschaft beschützt. «Jeder muss frei sein, das zu glauben, was er glaubt, oder auch nicht zu glauben; und wir alle müssen uns dazu als Bürger selbst verpflichten.»
Im Herbst soll dem Bericht zufolge eine Selbsthilfegruppe übergetretener Muslime gegründet werden. Der künftige Vorsitzende, Nissar Hussain aus dem nordenglischen Bradford war demnach mit seiner Familie zum Christentum konvertiert. Daraufhin seien das Auto des 48-Jährigen und ein leerstehendes Nachbarhaus angezündet und seine Ehefrau bespuckt und verflucht worden. Seine jüngste Tochter, Schülerin einer kirchlichen Schule mit einem Muslim-Anteil von 95 Prozent, sei Ziel von Mobbing geworden.