Filmtipp: «#Female Pleasure»

Die Schweizerin Barbara Miller begleitet in ihrem neusten Dokumentarfilm Frauen, die sich gegen die Unterdrückung der weiblichen Sexualität auflehnen.

Fünf Frauen aus den fünf Weltreligionen: #Female Pleasure zeigt ihren Kampf für eine selbstbestimmte weibliche Sexualität und für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern. Die Schweizer Regisseurin Barbara Miller schildert die Lebenswelten von Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav und ihrem Engagement für Aufklärung und Befreiung in einer hypersexualisierten, säkularen Welt.

Überall auf der Welt kämpfen Frauen gegen ähnliche Strukturen für mehr Selbstbestimmung und ein gleichberechtigtes Miteinander. (Bild: Filmcoopi)

Die Struktur hinter der Religion

«Wenn Sie die heutige Pornographie anschauen, dann ist dies wie eine ‹neue Religion›, wie Frauen in unserer Gesellschaft betrachtet werden. Frauen sind dort Objekte. In dieser Sichtweise gibt es für Frauen keine Freude und Lust in der Sexualität», sagt Miller. «Für mich ist #Female Pleasure kein Film über Religion, sondern über die dahinterliegende Struktur, die weltweit verankert ist», unterstrich die Regisseurin am Filmfestival Locarno.

Aus dem katholischen Kontext zeigt Miller das Schicksal von Doris Wagner, die lange in der ultrareligiösen Gemeinschaft Das Werk lebte und dort von einem Priester missbraucht wurde. Diese Geschichte ist nicht repräsentativ für die katholische Kirche, zeigt aber die fatalen Folgen von Machtmissbrauch und Missachtung der weiblichen Identität in einer religiösen Gemeinschaft.

#Female Pleasure, Schweiz/Deutschland 2018, Regie: Barbara Miller, Verleih: Filmcoopi/www.femalepleasure.org

Eine ausführliche Besprechung von #Female Pleasure schrieb Susanne Leuenberer im aktuellen bref Magazin N°19/2018

Kinostart: 15. November 2018