Die theologischen Fakultäten Bern, Basel und Zürich wollen auf das Sommersemester 2017 eine Aufnahmeprüfung einführen. Das Theologiestudium solle nur noch Menschen offenstehen, die religiös sozialisiert seien und ein gewisses Basiswissen über das Christentum mitbrächten, heisst es in einem internen Papier.
Mit der Aufnahmeprüfung soll auch sichergestellt werden, dass die Studierenden später wirklich ein Pfarramt übernähmen. «Wir können uns die teuren Ausbildungen nicht mehr leisten, wenn die Leute nicht auch wirklich ins Pfarramt gehen», wird im Papier der Kirchenratspräsident einer grossen Landeskirche zitiert.
Fachverein protestiert
Auf die Einführung eines Glaubenstests wird hingegen verzichtet, weil er nicht mit der Freiheit von Lehre und Forschung in Einklang gebracht werden könne, wie es beim Dekanat der theologischen Fakultät in Zürich auf Anfrage heisst.
Der Fachverein Theologie der Universität Zürich hat in einer Mitteilung bereits vehement gegen die Pläne protestiert. Dieser «Numerus glaubus» sei in jeder Hinsicht abzulehnen und schade dem Ansehen der theologischen Fakultäten.