EVP: Lehrplan 21 ist «kleine Katastrophe»

Die EVP will Vorstösse zum Lehrplan 21 einreichen. Damit wolle man sicherstellen, dass die Kantonsparlamente über das Projekt entscheiden könnten und die Regierungen den Lehrplan 21 nicht in Eigenregie einführten.


EVP-Mediensprecher Niklaus Hari bestätigte am 22. Dezember der Presseagentur Kipa einen Bericht der «Schweiz am Sonntag». Die EVP Schweiz kritisiert den Lehrplan 21 in verschiedenen Punkten, zum Beispiel, was die Behandlung der Religionen betrifft. Der Lehrplan 21 ist gemäss Hari eine «kleine Katastrophe», weil darin jeglicher christliche Bezug fehle. Kinder bräuchten aber eine gute Basis in der Religion, die das Land geprägt habe, sagte Hari gegenüber Kipa. Mit der Einführung des Lehrplans würde man den «religiösen Analphabetismus» fördern.

Verschiedene christliche Religionsgemeinschaften haben bereits Kritik am Lehrplan 21 geäussert. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund vermisst den konkreten Bezug auf das christliche Erbe der Schweiz, wie er in einer Stellungnahme im November schrieb. Am 21. Dezember äusserte sich zudem die reformierte Kirche im Kanton Zürich in ähnlichem Sinne. Auch die Schweizer Bischofskonferenz stöss sich daran, dass die jüdisch-christliche Tradition keinen Schwerpunkt bildet.