Vorausgegangen war ein fünf Jahre dauernder Rechtsstreit, ob dieser Ort der Organisation Scientology als religiöse Stätte für eine zivilrechtlich gültige Trauung gelten könne. Erst im Dezember hatte das Oberste Gericht in London dies zustimmend beurteilt.
Zuvor hatten sich britische Behörden auf ein Urteil von 1970 berufen, nach dem Veranstaltungen von Scientology nicht als Gottesdienste zu betrachten seien. Die fünf Richter des Obersten Gerichts schlossen sich hingegen der Argumentation der klagenden Scientologen an, die Ansichten und Zeremonien ihrer Organisation hätten sich in den vergangenen vier Jahrzehnten weiterentwickelt und seien beispielsweise buddhistischen Ritualen vergleichbar.
Während Scientology in den USA als Religionsgemeinschaft anerkannt ist, wird die Organisation in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Das wird damit begründet, dass durch die Ideologie dieser Vereinigung «wesentliche Grund- und Menschenrechte», wie etwa Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung, eingeschränkt würden.