Erfolgreicher Appenzeller Kirchentag

Die Organisatoren sind zufrieden: Trotz nasskaltem Wetter fanden sich am vergangenen Wochenende zwischen 250 und 450 Besucherinnen und Besucher in Rehetobel AR zum ökumenischen Kirchentag ein.


Der Kirchentag stand unter dem Motto «Atme in mir – das Leben vor Gott bringen». Jesuitenprovinzial Christian Rutishauser analysierte in seinem Einführungsreferat «Ist Glauben Privatsache?» die Beziehung von Christentum und Gesellschaft. Es sei richtig dass Religion zu einem Bereich unter vielen geworden sei, sagte er, aber die Kirche müsse diesen Raum auch wahrnehmen, sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und der Gesellschaft Orientierung bieten, anstatt diese Fundamentalisten oder New-Age-Anhängern zu überlassen.

Am Samstag wurde in insgesamt vierzehn Workshops über aktuelle Themen diskutiert. Besonders viel Zulauf fanden die Workshops zu interreligiösem Dialog, Bioethik und dem Umgang mit Menschen mit Behinderung. Kritische Stimmen wurden laut im Workshop «Kirche und Medien», in dem ein Kommunikationsdefizit des Kirchenrats zur beschlossenen Auflösung der Ehe- und Familienberatungsstelle bedauert wurde.

Über 400 Besucherinnen und Besucher nahmen am Familiengottesdienst am Sonntag teil, der musikalisch vom Komponisten und Chorleiter Peter Roth gestaltet wurde, der auch Initiator von «Klangwelt Toggenburg» ist.

Der Kirchentag 2013 verstand sich als Beitrag der Landeskirchen zum diesjährigen Jubiläum «ARAI 500» sein, das die 500 Jahre Zugehörigkeit der beiden Appenzell zur Eidgenossenschaft feiert.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der nächsten Ausgabe der «Reformierten Presse».