Die Reformation sorgt für Stimmung in der Bischofskonferenz

In einem Interview mit dem Onlineportal kath.ch äussert sich der katholische Bischofskonferenz-Präsident Markus Büchel zu den Herausforderungen, wenn nicht alle Bischöfe gleicher Meinung sind. Dass Differenzen überhaupt bestehen, habe auch etwas mit der Reformation zu tun, sagt Büchel.

Auf die Frage des kath.ch-Redaktionsleiters Martin Spilker, ob die Bischofskonferenz in der Öffentlichkeit als «zerstrittener Club» wahrgenommen werde, antwortet der Bischof des Bistums St. Gallen, Markus Büchel: «Das ist schade, aber es ist ein Stück weit so.»

Es sei aber auch ein Fakt, dass die Kulturen der einzelnen Bistümer verschieden seien. So gäbe es Bistümer, die nie eine Reformation erlebten: Für diese sei das «ökumenische Thema nicht gleich, wie bei uns in St. Gallen». 500 Jahren Reformation und das Zusammenleben hätten diese Bistümer auch ein Stück weit «geschliffen», sagt er – und darum sei es auch nicht verwunderlich, dass Bischöfe aus Bistümern mit einer Reformationsgeschichte teilweise eine andere Sichtweise vertreten würden also solche ohne eine reformierte Tradition (ab Minute 7 im Video).